Dr. Hubertus Habel Kultur-&Museumswissenschaftler
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 Führungen zu Kultur und Geschichte der Stadt Coburg

vom Hochmittelalter bis ins 20. Jahrhundert

Als Heimatpfleger der Stadt Coburg biete ich die unten aufgelisteten thematischen Führungen an.
Nach Absprache können die thematischen Schwerpunkte auch variiert bzw. teilnehmergruppenspezifische Aspekte integriert werden.

Sie dauern jeweils ca. 90 Minuten und kosten für jede Gruppe oder Klasse aus der Stadt pauschal € 36,00 incl. Umsatzsteuer. Schüler und Studenten von außerhalb der Stadt Coburg zahlen € 70.00 incl. Umsatzsteuer.

Für alle anderen Gruppen kostet eine Führung € 75,00 zzgl. Umsatzsteuer.

 

Die Anmeldung/Buchung erfolgt unter der Mailadresse buero@dr-habel.de,

per Fax unter 09561/233 846 bzw. 0951/301 794 56 oder

per Telefon unter 09561/420 744 bzw. 0951/301 794 55 .

 

Wichtige Hinweise zu allen Führungsangeboten:

 

Die Führungen werden direkt bei mir per Fax, e-Mail oder Telefon gebucht und gelten mit der Buchungs- und Terminbestätigung als vertraglich vereinbart.

Rücktritte von der Führung sind bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Für binnen 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin geltend gemachte Rücktritte wird die Hälfte der Gebühr (15,00 bzw. 37,50 €) fällig.

Die Führung beginnt pünktlich. Ist die gebuchte Gruppe nach einer Wartezeit von 15 Minuten nicht am vereinbarten Treffpunkt, so verfällt der Anspruch auf die Führung. Die volle Gebühr in Höhe von 30,00/ 75,00 € wird in diesem Falle jedoch fällig.

Meine Führungen sind mit dem Angebot der Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. verbunden, das Sie einsehen können unter: www.initiative-stadtmuseum-coburg.de

 

Die Führungen im Einzelnen:

 

Stadtarchäologie:
Trufalistat und die Benediktiner

Coburg am Übergang des Hoch- zum Spätmittelalter im 13. Jahrhundert ist Thema dieser Führung. Sie beginnt mit der Erkundung der ursprünglichen Bebauung des heutigen Marktplatzbereiches und führt über den Bereich um St. Moriz mit der Darstellung der sozialgeschichtlichen Rückschlüsse aus der Friedhofsgrabung 2001 zu den Grundmauern der Benediktinerpropstei ins Grabungsmusum Kirchhof. Treffpunkt: Marktplatz, Rathaus

Leitung: Dr. Habel

 

Stadtentwicklung Coburgs im Mittelalter

Die archäologischen Grabungen der letzten Jahre haben es ans Licht gebracht: Trufalistat, wie Coburg bis ins 12. Jahrhundert hieß, war deutlich kleiner als die heutige Altstadt und lag wohl mehr im östlichen Bereich um St. Moriz. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, während des Interregnums, wurde die heutige Stadt unter den Grafen von Henneberg auf vergrößerter Fläche nach dem Plan des irdischen wie des himmlischen Jerusalems mit Mauer, Straßenkreuz und vier Toren angelegt.

Diese Grundlagen des Coburger Stadtplans, die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der mittelalterlichen Stadt, ihre bauliche Entwicklung sowie ihre Merkmale wie Markt, Rathaus, Kirche und Spital sind Themen der Führung.

Treffpunkt: Marktplatz, Rathaus

Leitung: Dr. Habel

 

Ein Himmel auf Erden:
St. Moriz als gotischer Kirchenbau

St. Moriz als gotischer Kirchenbau steht im Zentrum dieser Veranstaltung. Dabei werden die Fragen nach der Baugeschichte von St. Moriz I-III ebenso erkundet wie die geistesgeschichtlichen Grundlagen mittelalterlicher Kirchenarchitektur, die typischen gotischen Bauformen, die Ursachen des Mauritius-Patroziniums und die spätmittelalterliche Innenausstattung der Kirche.

Treffpunkt: St. Moriz, Westportal

Leitung: Dr. Habel

 

Arm und Reich in Coburg

Die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Coburgs wird anhand der kulturgeschichtlichen Hintergründe von Gebäuden wie dem Judentor, dem Georgenspital, dem Münzmeisterhaus, dem Landestheater, dem Schloss Ehrenburg und dem Beginenhaus am ehemaligten Salvator-Friedhof erkundet.

Treffpunkt: Judentor

Leitung: Dr. Habel

 

Coburger Narreteien:
Narren und andere Randgruppen der Coburger Gesellschaft.

Ausgehend von der religiösen Basis der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Narrenidee (Ps. 52) und der „Civitas diaboli“ des Augustinus‘ wird die religiös (Lesung am Fastnachtssonntag: 1. Kor. 13, 1-13), wirtschaftlich und sozial bedingte Ausprägung der Konfliktsituation von Fastnachts- und Fastenzeit aufgeschlüsselt. Auch die an die Vanitas erinnernde Funktion der die „Civitas diaboli“ personifizierenden Narrenskulpturen der Gewölbekonsolen in der ehemaligen Michaelskapelle der Morizkirche wird thematisiert. Von hier aus geht die Führung an andere Stellen in der Coburger Innenstadt, um den Narrenaspekt auch auf andere Gruppen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gesellschaft auszudehnen, die qua Herkunft (Juden, „Zigeuner“), körperlichem bzw. geistigem Gebrechen (Körperund geistig Behinderte) oder individuellem Verhalten (Kriminalisierte) bzw. Beruf (Abdecker, Henker ...) die Maßgabe der Christlichkeit bzw. der Ehrbarkeit nicht erfüllen konnten.

Treffpunkt: St. Moriz, Westportal

Leitung: Dr. Habel

 

Wem die Viertelstunde schlägt:
Geschichte der Zeitmessung und -verkündung

Die Verkündung der klösterlichen Horen, der Zeitpunkte der Gebetsstunden der Mönche, strukturierten den Tageslauf als Metapher des göttlichen Heilsplans. Gleichzeitig teilten die ungleich langen Horen auch den weltlichen Arbeits-, Mahlzeit- und Lebensrhythmus ein. Im Spätmittelalter wurde die Zeitmessung und –mitteilung durch Glockenschläge und Zifferblätter der Uhren verfeinert, die sich mit zunehmender wirtschaftlicher und sozialer Differenzierung immer weiter vom klösterlichen Ursprung entfernten.

Die „Zeitreise“ führt anhand der anschaulichen Beispiele an und in St. Moriz über die Anpassung des Coburger Kalenders an den Gregorianischen im Jahre 1700 und die Installierung der Minutenzeiger bis hin zur Funksteuerung durch die Braunschweiger Atomuhr seit 1999.

Treffpunkt: Kirchplatz

Leitung: Dr. Habel

 

Feuerwache und Türmerwohnung:
Der Morizturm

Die Baudatierung des Morizturms (Sonntag Exaudi 1450) ist der Schlüssel zur Bedeutung des Glockenturms der Pfarrkirche, mit dessen Bau die christliche und zugleich bürgerliche Gemeinde Zeugnis von ihrem Glauben ablegte. Diese Fragen stehen neben der Baugeschichte und den Aufgaben der Türmer in der Türmerstube im Zentrum der Führung. Das Signalblasen auf einem Türmerhorn steht jedoch ebenso auf dem Programm wie der Genuss der Aussicht über die Stadt hinweg.

Aus Gründen der Sicherheit müssen die Gruppen zu je ca. 10 Teilnehmer geteilt werden.

Treffpunkt: St. Moriz, Nordturm

Leitung: Dr. Habel

 

„Voraus zur Unzeit“:
Coburgs Werdegang zur ersten NS-Stadt Deutschlands

Durch die Stadtratswahl am 23.6.1929 hatten die Nazis in Coburg erstmals in Deutschland die Mehrheit in einem Parlament erreicht. Nicht ein historischer Zufall, sondern eine mehrjährige, mit Hitler strategisch geplante Kampagne hatte zu diesem Etappenziel geführt.

Die Führung stellt Coburg als Experimentierfeld der nationalsozialistischen Machtergreifung in das Zentrum des Interesses: Von 1922 bis zum Ende der Machtergreifung im Sommer 1934 spannt sich der Bogen der Erkundung an den historischen Schauplätzen.

Treffpunkt: Mohrenstraße, Kaufhof-Eingang

Leitung: Dr. Habel

 

„Stunde Null“ 1945:
Coburg am Ende des Zweiten Weltkrieges

Nach einigen Tagen mit Luft- und Artillerieangriffen besetzten die Amerikaner am 11.4.1945 Coburg, das bedingungslos kapituliert hatte.

In der Stadt finden sich bei genauem Hinsehen eine Fülle von Spuren, die der Zweite Weltkrieg und sein Ende mit der Beschießung Coburgs hinterlassen haben. Die Erkundung dieser Spuren, die Chronologie der Ereignisse und eine Fülle individueller Schicksale prägen diese Führung.

Treffpunkt: Marktplatz, Rathaus

Leitung: Dr. Habel

 

 


Dr. Hubertus Habel | buero@dr-habel.de