Dr. Hubertus Habel Kultur-&Museumswissenschaftler
logo
Leistungen für Sie
Ausstellungen
Sammlung und Depot
Vorträge
Führungen
Publikationen
Kontakt & Impressum

Vorträge

Als Kultur- und Museumswissenschaftler sowie als Heimatpfleger der Stadt Coburg biete ich die unten aufgelisteten Vorträge an. Sie dauern jeweils ca. 90 Minuten und sind mit einer anschaulichen Präsentation hinterlegt. Nach Absprache können sowohl die Dauer als auch die thematischen Schwerpunkte auch variiert bzw. teilnehmergruppenspezifische Aspekte integriert werden.

Die technische Ausstattung (Laptop, Beamer) bringe ich mit.

Jeder 90-Minuten-Vortrag kostet € 100,00 zzgl. Umsatzsteuer.

Die Anmeldung/Buchung erfolgt unter der Mailadresse buero@dr-habel.de,

per Fax unter 09561/233 846 bzw. 0951/301 794 56 oder

per Telefon unter 09561/420 744 bzw. 0951/301 794 55 .

 

Die Vortrags-Themen:

Gärtner bzw. Gärtner- und Häckermuseum in Bamberg

Gottes Werk und Gärtners Werkzeug
Historische Gärtnergeräte, ihre beredten Dialektbezeichnungen, ihre Verwendungszusammenhänge und ihre symbolischen Bedeutungen aus dem Bamberger Gärtner- und Häckermuseum werden in diesem Vortrag vorgestellt.

Zwiebeln, Zunft und Gärtner:
Geschichtslegenden und Quellenbefund
Der Vergleich der kaum zu überblickenden, vielfältigen Literatur vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart zur Bamberger „Gärtnerey“ mit den archivalischen Quellen fördert nicht nur eine Fülle von Legenden zutage, deren Genesen exakt nachweisbar. Angesichts der überraschenden Quellenbefunde ist der Vortrag zugleich ein warnendes Beispiel gegen die unkritische Übernahme gedruckter „Geschichten“.

Bamberger Gemüsebau der frühen Neuzeit im Spiegel aufgeklärter Bewertung vor 1800
Die Bamberger Gärtner des 17. und 18. Jahrhunderts ernteten nicht nur reiche Gemüse-Exportgewinne und ihr europaweites Ansehen, sondern auch das Lob der gemeinnützig-ökonomischen Aufklärer des späten 18. Jahrhunderts. Der Vortrag spürt ihren erfolgreichen Methoden des intensiven und großflächig angewandten Gemüsebaus nach und stellt diese im Kontext der europäischen (Land-)Wirtschaftsgeschichte dar.

Gemüsesamen für Europa:
Zunftgenese und Verdichtung des Bamberger Gärtnerhandwerks 1600-1900
Die sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergründe der Entstehung der 1693 gegründeten Bamberger Gärtnerzunft bilden den ersten Teil dieses Vortrags. Die weitere räumliche, betriebsstrukturelle, soziale und rituelle Entwicklung in der „Gärtnerey“ – so die historische Benennung der Gärtnerstadt – umreißen die Fragestellung des zweiten Teils, der sich mit den materiellen und immateriellen Aspekten dieses Teils des Welterbes befasst.

„Onifoareä“: Bamberger Gärtner und ihr Fernhandel seit der frühen Neuzeit
Nicht nur den Bamberger „Grünen Markt“ haben die Bamberger Gärtner in ihrem fränkisch-thürinigisch-sächsischen Absatzgebiet mit frischem Gemüse beliefert. Das Süßholz, ihre eine Hauptpflanze, exportierten sie ebenso wie die Samen der Zwiebel und vieler anderer Kräuter und Gemüse europaweit. Die vielfältigen handels-, handwerks- und gartenbaugeschichtlichen Aspekte dieses Themenkreises werden in dem reich bebilderten Vortrag vorgestellt.

Nicht nur zum „Raspeln“: Süßholz, das „Bambergische Monopolium“
Das seit ca. 1500 in Bamberg besser als andernorts in Mitteleuropa gedeiehende Süßholz wurde als Medikament sowie als Süßigkeit von den Bamberger Gärtnern europaweit verkauft und hat die Stadt bekannt gemacht. Botanik, Anbau, Ernte, Handel sowie die Verwendungen werden in der anschaulich bebilderten Präsentation zu Kultur und Geschichte dieser besonderen Pflanze vermittelt.

"Schdadsinäri", Knoblauch, "Mussäron": Handel, Migration und Innovationen
der Bamberger Gemüsekultur

Das für den historischen Gärtnermeister nötige Wissensinventar, dessen Herkunft und Anwendung wird auf der Basis vielfältiger Quellen unterschiedlichster Herkunft erläutert: Von dialektalen Spezialbegriffen über klassische historische Texte, Geräte und die genetische Struktur von Pflanzen spannt sich der Bogen der Quellen, durch die das mündlich und arbeitspraktisch tradierte Handwerk anschaulich erfahrbar wird.

Bamberger Gärtnerei: Immaterielles Kulturerbe für die Welt
Die Bamberger „Gärtnerei“ umschreibt die Gärtnerstadt, die landwirtschaftliche Sonderkultur des
innerstädtischen Erwerbsgemüsebaues sowie die vielfältigen sozialen, religiösen und korporativen
Traditionen der Gärtner, die in den Wohnformen, Bräuchen, Kleidung und Sprache lebendig sind und
einen in Mitteleuropa einzigartigen Komplex kultureller Ausdrucksformen bildet. Stellvertretend für
alle beteiligten Gärtner-Vereine, -Bruderschaften und anderen -Gruppen hat sich der Verein Gärtner- und
Häckermuseum 2013 um die Nominierung als immaterielles Kulturerbe der UNESCO beworben. Der Vortrag stellt die Vielfältigkeit des sehr bunten und sehr lebendigen Erbes der Bamberger Gärtnerei anhand aussagekräftiger Bilder vor.

Neuland hinterm Haus?
Hausgärten in der Bamberger Gärtnerei und ihre Bewirtschaftung um 1900
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg waren die Anbauweisen der Bamberger Gärtner noch von ihren jahrhundertealten Arbeitsweisen und noch nicht von der wissenschaftlich fundierten Beratung geprägt. Dementsprechend haben die Hausgärten, aber auch die Gemüsefelder am Stadtrand ganz anders ausgesehen als seit den 1920er Jahren. Anhand bislang unbeachteter historischer Fotografien und schriftlicher Quellen werden diese historischen Anbauformen vorgestellt.

Bamberger Gemüse: Sorten, Kultur und Geschichte
Bamberger Artischocken, "Miaschling" (Wirsing), Rettich und die Zwiebel: vier Beispiele der ca. drei Dutzend historisch und wirtschaftlich bedeutsamen Gemüsearten, von denen die Bamberger Gärtner lokale und zum Teil betriebsspezifische Haussorten gezogen haben, die zum Teil noch heute kultiviert werden. Die Kultur und Geschichte des grünen Erbes aus der UNESCO-Welterbestadt ist Thema dieses Vortrages.

„Beggfredla“ und andere Spezialwerkzeuge
in der Ausstellung des Gärtner- und Häckermuseums Bamberg

 

 

Jagd, Wald, Kulturlandschaft:

Wölfe, Hirsche, Wildbretschützen:
Jagd unter den Markgrafen von Ansbach (und Bayreuth)

JAGD MACHT GESCHICHTE
Historische und aktuelle Jagdkultur im Spiegel musealer Ausstellungen

„Thiergärten“
Historische Jagdmethoden in vergatterten Bezirken

Kondominat in Grün:
Struktur der mittelalterlichen Nutzungsrechte am „vorste bie Koburg“
(Lichtenfelser Forst)

Jäger und Bejagte
Kultur und Geschichte der Jagd im 18. Jahrhundert mit Beispielen aus dem Fichtelgebirge

Der „gefährliche, gewerbsmäßige Wilddieb“
Bis ins späte 20. Jahrhundert hinein wurde das Delikt der Jagdwilderei mit Hilfe gefälschter Zahlen und pauschal übertragenen Einzelfällen auf die gesamte „Szene“ in puncto jagdwirtschaftlicher Bedeutung und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit stark übertrieben dargestellt, um die Bevölkerungen strukturschwacher Waldgebiete wie der des Spessarts unter Generalverdacht stellen zu können. Im Licht der belegbaren Fakten ergibt sich ein nüchternes Bild fern der romantischen bzw. polizeilichen Verzerrungen.

Katze, Raubtier, Medikament
Der Luchs in der Kulturgeschichte

Wald kleiner Leute
Im Wald der vorindustriellen Jahrhunderte wuchsen nicht nur die besten Schinken. Von Ahornzucker bis Zunderschwamm lässt sich die Vielfalt der sogenannten „forstlichen Nebennutzungen“ jenseits der Holzernte „buchstabieren“, von denen eine Auswahl vorgestellt wird.

Der Bürger Wald
Strukturen und Nutzungsformen städtischer Wälder in Franken

Waldnamen im hohen Fichtelgebirge
Die heutigen Waldabteilungsnamen stammen zum Teil aus dem späten Mittelalter. Sie spiegeln nicht nur die vielfältige landschaftliche Struktur des Waldes in vorindustrieller Zeit, auch das Geflecht der Verkehrswege, Besitzverhältnisse, Nutzungen und sagenhaften Vorstellungen sind in ihnen überliefert.

Rauchende Wälder: Historische Köhlerei und ihre holzwirtschaftliche Bedeutung
Beispiele aus dem Fichtelgebirge

Der Siebenstern als Symbol des Fichtelgebirges
Die Beantwortung der Frage nach der Genese des Siebensterns als Symbol des nordostbayerischen Mittelgebirges führt zu den Wurzeln der alpinistisch geprägten Tourismusgeschichte dieser Region.

 

Stadtgeschichte Coburg

Nachrichten von Trufalistat
Die hochmittelalterliche Vorgeschichte Coburgs im Spiegel stadtarchäologischer Funde

Einwanderungsstadt Coburg – historisch betrachtet
Coburg - als Handelsort an einem wichtigen "highway" des Hochmittelalters entstanden - hätte ohne kontinuierliche Zuwanderung aus dem "Ausland" in den Wachstumsphasen seiner Geschichte nicht gedeihen können: Sei es die spätmittelalterliche Epoche der Ausbreitung über die innere Stadtmauer hinaus oder sei es die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts. Das Ausland lag bis zur Gründung des Bismarck-Reiches nahe an der Stadtgrenze zum Königreich Bayern z. B. im Südwesten bei Schorkendorf bzw. Witzmannsberg. Flüchtlinge suchten hier Schutz wie die protestantischen "Exulanten" aus katholischen Landen im 16./17. Jahrhundert oder die Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg. Nicht zuletzt die Katholiken und die Juden prägten seit dem frühen 19. Jahrhundert die kulturelle Vielfalt der protestantischen Residenzstadt, in deren Mauern bzw. benachbarten Burg Luther schon 1530 Schutz gefunden hatte.

St. Georg, Juden und die „Barfüßer“
Sozial- und Wirtschaftsstruktur im spätmittelalterlichen Coburg

Großdorf und „himmlisches Jerusalem“
Topografie und Umlandbeziehungen im spätmittelalterlichen Coburg

Mahlzeit
Speisen und Esskultur in der spätmittelalterlichen Stadt
Der Kulturwissenschaftler Dr. Hubertus Habel bietet mit seinem Vortrag anschauliche Einblicke in die jahreszeitlich, festtags- bzw. fastenzeitlich gebundenen Speisegewohnheiten im Spätmittelalter am Beispiel der Städte Coburg, Kronach, Staffelstein und Wunsiedel. Dabei werden auch die sozialen Unterschiede der Esskultur thematisiert. Die Herkünfte der Lebensmittel wird ebenso vorgestellt wie die kulturgeschichtlichen Grundlagen der Gewürzverwendung. Die Kostprobe einer Alltagsspeise rundet die kulinarische Zeitreise ab.

Warum die Tuchmacher?
Die Wollenweber, bereits im späten 14. Jahrhundert mit 12 Meistern in Coburg vertreten, haben hier als erstes Handwerk 1446 eine Zunftordnung erhalten. Sie bildeten bis in die Zeit der Industrialisierung das bedeutendste Gewerbe, das ausgesprochen exportorientiert arbeitete.
Der Vortrag beleuchtet zunächst die klima-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlich relevante Frage, warum sich in der Coburger Region ausgerechnet dieses Handwerk so breit „aufstellen“ konnte. Daneben werden die technikgeschichtlichen und kulturellen Aspekte der erhaltenen Lade, der Siegel sowie der Ordnungen und der Rechnungen der Tuchmacherzunft anschaulich analysiert.

Schützen, -brüder und -gesellen
Schützen in der spätmittelalterlichen Stadt Coburg

Narren, Teufel und Gottesmutter
Bauplastik am gotischen Kirchenbau St. Moriz, Coburg

Coburger Narreteien
Narren und andere Randgruppen der Coburger Gesellschaft in der frühen Neuzeit

Wem die Viertel-Stunde schlägt
Zeiterfahrung, -messung und -verkündung mit Coburger und Bamberger Beispielen

Nur Alltag im spätmittelalterlichen Seßlach?
Aspekte des Lebens in der Ackerbürgerstadt

Der „Coburger Mohr“:
Entstehung und Bedeutung des Coburger Wappens
Als originär bürgerliches Symbol der Stadt Coburg hat das „Mohrenkopf“-Wappen seit seiner Entstehung im Spätmittelalter eine facettenreiche Geschichte mitgemacht, in deren Verlauf er seitens der Stadtspitze einerseits politisch „in die Pflicht genommen“, andererseits – von den Nationalsozialisten – zu verdrängen versucht wurde. Seinem starken Rückhalt im Bewusstsein der Coburger Bevölkerung verdankt der „Coburger Mohr“ seine Vitalität und die „Freigänge“, die er als Personifikation der Stadt in den vergangenen Jahrhunderten gewagt hat.

Historische Gärten in Coburg

„Gestochen scharf“
Botschaften historischer Stadtansichten vom 16. bis 19. Jahrhundert am Beispiel Coburgs

Stadt am Holz-Tropf
Die Itz-Steinach-Flößerei und das hölzerne Coburg

Handwerk zwischen zünftiger Ordnung und industrieller Konkurrenz
Kulturelle, technische und historische Entwicklungslinien am Beispiel der Coburger Tuchmacher-Zunft.

Mariä Verkündigung in Coburg:
Der Bamberger „Muttergottesaltar“ in der Coburger St.-Nikolaus-Kapelle 1770 – 2009

Albert & Co:
Geschichte im Spiegel Coburger Denkmäler

Schloss, Theater, Herrschaftslegitimation:
Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1806-1844) und seine Baupolitik.
Die Neogotik in der Folge des Wiener Kongresses diente der Untermauerung der Herrschaftslegitimation der Landesherren durch den architektonischen Verweis auf das Mittelalter.
Ernst I. ist mit seinen Schlössern Rosenau, Ehrenburg, Veste, Callenberg, Reinhardsbrunn und nicht zuletzt mit dem Coburger Schlossplatz, von dem aus der Hofgarten als Bindeglied zwischen Ehrenburg und "Veste" fungierte, ein plastisches Beispiel für diese Zeit. Seine Finanzpolitik zur Geldbeschaffung für diese Projekte rundet das Bild ab.

Der revolutionäre Herzog:
Ernst II. um 1848

Wachstum, Wasser und Finanzen
Industrialisierung und Modernisierung der Stadt Coburg in der Ära des Oberbürgermeisters Muther (1865-1896)

„Idisburg“:
Die Veste Coburg als Nationaldenkmal

„Coburgia bietet Gruß und Willkomm ihrem Herzog!“
Repräsentation und Geltungsanspruch der Residenzstadt im frühen 20. Jahrhundert

Warum Coburg?
Die gewesene Residenzstadt als „Hochburg des Nationalsozialismus“

War es ein Zufall, der Coburg zu einer „Hochburg des Nationalsozialismus“ werden ließ, die die Nazis 1938 betonten? Gab es spezifische Standortvorteile, die die ehemalige wettinische Residenz geeignet erscheinen ließen? Oder gab es eine spezielle „Coburger Identität“, die als Nährboden für Verwurzelung dieser Ideologie von Hitler und seinen Parteigenossen genutzt werden konnte?
Vor 90 Jahren, am 14. Und 15. Oktober 1922, entstand durch den von Hitler als Bühne seines ersten furiosen, reichsweit wahrgenommenen Auftrittes instrumentalisierten dritten „Deutschen Tag“ der NS-Mythos „Coburg“. Um diesen Termin gruppieren sich die Fragen, deren Antworten jenseits der Ereignisgeschichte nachgespürt wird.

Science Fiction gegen den Rassenwahn:
Der Roman „Diktator unterm Sonnenrad“ aus Coburg 1932

Diesen vergessenen Roman hat der Referent vor wenigen Jahren entdeckt und stellt ihn mit dem zeithistorischen Kontext vor:
Die NSDAP machte mit ihrem paradiesgleich geschilderten Coburger Modellversuch 1932 reichsweit Wahlkampf. Das sozialdemokratische Coburger Volksblatt leistete nicht nur im Rahmen der Zeitungsberichterstattung Widerstand, sondern auch mit Broschüren und mit dem unter dem Pseudonym Mark Tristell herausgegebenen Roman Diktator unterm Sonnenrad. Gegen-Utopie, deren Binnenhandlung um 1950 spielt, dreht sich um die Praxis der politisch-rechtlichen Durchsetzung des völkischen Anspruchs der Rassereinheit, die sich für die Betroffenen, die nicht der „Volksgemeinschaft“ zugerechnet werden, letztlich als lebensbedrohlicher Wahn herausstellt.

Paradies oder Mogelpackung?
Franz Schwedes Coburg-Darstellungen in den NS-Wahlkämpfen 1932

1932 fanden zwei Reichspräsidenten-, drei Reichstags- und – in Bayern und Hamburg – zwei Landtagswahlen – statt, vor denen die Nazis alles dran setzten, um sie für sich und ihren Spitzenkandidaten Hitler entscheiden zu können.
Coburg war seit Sommer 1929 die erste deutsche Stadt mit Nazi-Mehrheit im Stadtrat und hatte seit Oktober 1931 mit Franz Schwede den ersten NS-Oberbürgermeister, der mit seinen Gesinnungsgenossen am 26.2. des Jahres dafür gesorgt hatte, dass der frisch eingedeutschte Hitler an der Itz erstmals im Reich Ehrenbürger wurde.
Schwede trat in diesem Jahr reichsweit vielfach als Wahlkampfredner auf und pries die Lokalpolitik der NSDAP in derart überzeugenden Reden, dass man seine Ausführungen als Flugblätter druckte und einige Städte gar in Coburg anfragten, ob man denn den Haushaltsplan kopieren könnte um selbst ebenfalls während der verheerenden Weltwirtschaftskrise aus der prekären finanziellen Notlage gelangen zu können.
Der Vortrag zeichnet die Inhalte und Mechanismen der Wählermanipulation nach, die Schwede anwandte, stellt dies in den Zusammenhang der demokratiefeindlichen NS-Kommunalpolitik und spiegelt die „Paradies“-Schilderung an der Realität des durchsichtigen Glanzes der NS-Mogelpackung.

„Arisierung“ in Coburg:
Zum Gedenken an Abraham Friedmann, ein prominentes Opfer der „Arisierung“ in Coburg

Ein Erbfall in Coburg und der lange Schatten des Nationalsozialismus
Coburg, wo die Nationalsozialisten bereits im Sommer 1929 erstmals über eine parlamentarische Mehrheit (im Stadtrat) verfügten, hat in der rechtsradikalen Szene noch heute einen „klingenden“ Namen. Am Beispiel eines Erbfalles des Jahres 2006 wird dieser Geschichtsabschnitt Coburgs dargestellt.

Sind alle Coburger auch "Coburger"?
Differenzierte Identitäten in der Stadtgesellschaft

 

Stadtmuseum Coburg

„... in neuerer Zeit,
wo man auf dergleichen alterthümlichen Sachen einen höhern Werth legt als früher ...“
Politisch-historische Legitimation Herzog Ernsts I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1806/1826-1844) und Museumsgeschichte in Coburg.

Das „Montags“-Museum
Die Genese der Städtischen Sammlungen Coburg seit 1898

„aus jüdischem Nachlaß“:
Raubobjekte in den Städtischen Sammlungen Coburg

Gut verwahrt
Qualität im Museumsdepot der Städtische Sammlungen Coburg

20 aus 22.000
Ein kleiner Einblick in die Städtischen Sammlungen Coburg

 

Kultur und Geschichte des Coburger Landes:

„… Unfrid verzehrt“: der Dreißigjährige Krieg im Coburger Land
Soviel Reichtum die Fernhandelsstraße entlang der heutigen B4 seit dem hohen Mittelalter in Coburg Stadt und Land gebracht haben, so katastrophal wirkte sich ihre Nähe während des großen Krieges der frühen Neuzeit auf die naheliegenden Dörfer und Städte aus: Auch während der vermeintlichen Friedenszeit vor 1632 fraßen die durchziehenden freundlichen Truppen das Land leer, wodurch ganze Dörfer menschenleer wurden. Die Lebensumstände der Menschen in dieser Notzeit, aber auch die Wiederbelebung des Coburger Landes in der Nachkriegszeit ist das Thema dieses Vortrages.

Coburg und der Erste Weltkrieg - Folgen und Nachwirkungen
Von der Revolution in Coburg über die Verselbständigung des kleinen republikanischen "Freistaates Coburg", die Volksabstimmung 1919 und den Anschluss an Bayern 1920 bis hin zu den politischen Verwerfungen während der 1920er und 30er Jahre handelt dieser Vortrag. Hierbei werden auch die deutlichen Stimmungs-Unterschiede in den verschiedenen Bereichen des Coburger Landes unter die Lupe genommen, die sich aus den divergierenden Orientierungen der Menschen vor Ort ergaben.

 


Dr. Hubertus Habel | buero@dr-habel.de